Nilkreuzfahrt - ein besonderes Erlebnis
Es gibt nur sehr wenige Urlaubsländer, die sowohl zu Land, als auch zu Wasser interessant sind. Zu diesen wenigen Ländern gehört zweifelsohne Ägypten. Auf einer Nilkreuzfahrt kann man Ägypten noch intensiver entdecken als von Land aus.
Gestartet wird eine Nilkreuzfahrt in der Regel von Luxor aus. Mit einem Bus wird der Urlaubsgast zum Hafen gebracht. Hier wartet schon das Kreuzfahrtschiff auf seine Passagiere. Und dann heißt es "Leinen Los". Das erste Ausflugsziel der Nilkreuzfahrt ist der sagenumworbene Luxor Tempel. Diesen sollte man, wenn es möglich ist, in der Dunkelheit besuchen. Denn dann wird der Luxor-Tempel von Lichtern erhellt, die dem Tempel etwas Geheimnisvolles verleihen. Informationen zu der Geschichte des Tempels erhalten die Urlaubsgäste durch die meist gut deutsch sprechende Reisebegleitung auf dem Schiff. Die Zeit vor dem Besuch des Tempels sollte man für einen Bummel über den Gewürzmarkt nutzen. Zum Abschluss des ersten Reisetages trifft man sich auf dem Sonnendeck des Schiffes an der Bar, um sich auszutauschen über den ersten aufregenden Tag.
Reisebericht:
Auf dem Programm für den nächsten Tag stand die Tempelanlage von Karnak, die es zu besichtigen gilt. Hier ist ein wahrer Komplex an Bauten entstanden, die von den Pharaonen immer wieder erweitert wurde. Es ist einzigartig anzusehen, welche Prachtbauten die Pharaonen in der damaligen Zeit, mit den wenigen Hilfsmitteln errichtet haben. Die Mittagszeit verbringt man auf dem Schiff. Die Nilkreuzfahrt geht weiter zur Schleuse von Esna. Am späten Nachmittag, ist der nächste Ausflugsort „Edfu“ erreicht. Mit einer Pferdekutsche werden die Passagiere zum besterhaltensten Tempel gebracht. Dieser Tempel hat die 2000 Jahre wirklich gut überstanden. Der Anblick ist atemberaubend. Am Nachmittag steht die Tempelanlage „Kom Ombo“ auf dem Programm. Der Doppeltempel von Kom Ombo, besteht aus zwei gleich erbauten Tempeln, die jedoch zwei verschiedenen Gottheiten geweiht wurden, dem Krokodilgott Sobek und dem Falkengott Horus.
Die Nilkreuzfahrt geht weiter bis nach Assuan. Hier verbringt man zwei volle Tage, die man auch nutzen sollte, um die Umgebung ein bisschen kennenzulernen. Zu sehen ist hier der Assuan-Staudamm, der „unvollendete Obelisk“, in einem alten Steinbruch und die Tempelanlage von Abu Simbel. Mit dieser Tempelanlage setzte sich Ramses II ein Denkmal. Den Eingang der Tempelanlage zieren rechts und links jeweils ein 22 Meter hoher Sitzkoloss, der das Abbild des Ramses II darstellt.
Nach diesen gigantischen Eindrücken geht es wieder zurück nach Luxor. Diese Fahrt dauert den ganzen Tag lang und bietet einen herrlichen Ausblick auf die Geschichte Ägyptens vom Nil aus gesehen. Die beste Reisezeit für eine Nilkreuzfahrt ist der Herbst. Dann ist es in Ägypten nicht mehr ganz so heiß und man kann die Nilkreuzfahrt bei angenehmen Temperaturen so richtig genießen.